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News Stadt Zürich streicht für zwei Jahre die Abwassergebühren

Die Bewohner sowie die in der Stadt ansässige Betriebe profitieren von einer Bonusaktion von Entsorgung und Recycling Zürich: 2018 und 2019 wird der Infrastrukturpreis für Abwasser erlassen. Dieser beträgt jährlich pro Wohneinheit 45 und pro vollen Arbeitsplatz 50 Franken. Der Bonus ist die Folge einer Dringlichen Motion der beiden Gemeinderäte Albert Leiser und Andreas Kirstein.

Hauseigentümerinnen und -eigentümern sowie Betrieben stellt Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) jährlich Rechnung für den sogenannten «Infrastrukturpreis Abwasser». Dieser beträgt pro Wohneinheit 45 und pro vollem Arbeitsplatz 50 Franken. Verwendet wird der Infrastrukturpreis für den Bau und Unterhalt des städtischen Kanalisationsnetzes sowie für den Betrieb des Klärwerks Werdhölzli.

Der Gemeinderat überwies im April 2017 eine Dringliche Motion von HEV-Direktor Albert Leiser (FDP) und Andreas Kirstein (AL), die den Stadtrat beauftragte aufzuzeigen, wie der Infrastrukturpreis für 2018 und 2019 um mindestens 50 Prozent gesenkt werden könne. Das Ziel war, aufgelaufene Reserven abzubauen.
Im August legte der Stadtrat eine Weisung vor, mit der er dem Gemeinderat beantragte, auf die Erhebung des Infrastrukturpreises für die genannten Jahre ganz zu verzichten. Dem Antrag stimmte der Gemeinderat Ende November ohne Gegenstimmen zu.

Bei rund 290 000 Vollzeit-Arbeitsplätzen beträgt der Bonus für die Stadtzürcher Unternehmen bis 2019 über 29 Millionen Franken. Bei rund 220 000 Wohneinheiten beträgt der Bonus für Hauseigentümer, Mieterinnen und Mieter bis 2019 über 19 Millionen Franken. Der Bonus wird den Mieterinnen und Mietern über eine tiefere Nebenkostenabrechnung weitergegeben. Insgesamt entgehen ERZ dadurch Einnahmen von rund 48 Millionen Franken.

Auch für den Infrastrukturpreis Abfall läuft bereits eine Bonusaktion: hier betragen die Abfallgebühren seit 2017 bis und mit 2019 nur die Hälfte.

Mit dem Gebührenerlass verkleinert ERZ seine Finanzreserven. (Bild: Fotolia)